Kategorie-Archiv: Osteuropa

Offener Brief an Putin

Sehr geehrter Herr Präsident!

In Ihrer Rede vor der Staatsduma baten Sie um Verständnis bei den Deutschen.

Wir sind deutsche Staatsbürger, die die Nachkriegszeit mehrheitlich in der Westhälfte Deutschlands erlebt haben. Als der Kalte Krieg 1990 beendet und unser Land vereinigt wurde, ging ein Aufatmen durch die Welt, weil die stets drohende Gefahr einer nuklearen militärischen Auseinandersetzung gebannt schien, die den gesamten Globus in Mitleidenschaft gezogen hätte. Deutschland wäre ausgelöscht worden.

Den entscheidenden Beitrag zur Befreiung Europas vom Nationalsozialismus hat, unter unvergleichlichen Opfern, die Sowjetunion geleistet. Gleichwohl war sie 1990 bereit, die deutsche Wiedervereinigung zu unterstützen, 1991 die Warschauer Vertragsgemeinschaft aufzulösen und die NATO-Mitgliedschaft Gesamtdeutschlands zu akzeptieren. Dies wurde vom Westen nicht honoriert. Der damalige Botschafter der USA in Moskau (1987 bis 1991), Jack Matlock, hat vor wenigen Tagen in der Washington Post bestätigt, dass Präsident Bush zugesagt hatte, die Großzügigkeit Präsident Gorbatschows nicht auszunutzen. Weiterlesen

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Gewaltsamer Übergriff auf Chef des ukrainischen Staatsfernsehens

Heute am 19.03.2014 überfiel ein Kommando der neonazistischen Svoboda-Bewegung in Kiev den Fernsehdirektor des ukrainischen Staatsfernsehens. Wenn das wirklich „Parlamentarier“ waren, sind die Ängste der Menschen auf der Krim und anderer in der Ukraine lebenden real. Es ist nicht tragbar,  dass Leute wie Steinmeier und Gabriel (beide SPD) sich mit solchen Kräften eine demokratische Ukraine aufbauen zu wollen.

Quelle: http://www.youtube.com

Putins Rede zum Beitritt der Krim

Vladimir Putin

Vladimir Putin

 Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin am 18. März 2014 im Kreml vor Abgeordneten der Staatsduma, vor Mitgliedern des Föderationsrats, Gouverneuren des Landes und Vertretern der Zivilgesellschaft bezüglich der Bitte der Republik Krim und der Stadt Sewastopol um Aufnahme in den Bestand der Russischen Föderation:

Guten Tag, sehr verehrte Mitglieder des Föderationsrats, sehr verehrte Abgeordnete der Staatsduma! Sehr geehrte Vertreter der Republik Krim und der Stadt Sewastopol – ja, sie sind hier, unter uns, als Bürger Russlands, Einwohner der Krim und Sewastopols!

Verehrte Freunde, heute haben wir uns zur Besprechung einer Frage hier versammelt, die lebenswichtig und von historischem Ausmaß für uns alle ist. Am 16. März hat auf der Krim ein Referendum stattgefunden. Dieses Referendum verlief in voller Übereinstimmung mit demokratischen Normen und internationalen Vorschriften.

An der Abstimmung haben mehr als 82% der Wähler teilgenommen, über 96% sprachen sich für einen Anschluss an Russland aus. Diese Zahlen sind durchaus überzeugend.

Um zu verstehen, warum es zu genau dieser Wahl gekommen ist, genügt es, die Geschichte Russlands zu kennen und zu verstehen, was die Krim für Russland und was Russland für die Krim bedeutet.

Alles auf der Krim ist von unserer gemeinsamen Geschichte, unserem gemeinsamen Stolz durchdrungen. Hier liegt das antike Chersones, wo der heilige Fürst Wladimir getauft wurde. Weiterlesen

Leserbrief an den Tagesspiegel

Betr.: TS v. 18.03.2014: „Die linke Krim-Connection“ von MM

Quelle: Tagesspiegel 18.03.2014

Quelle: Tagesspiegel 18.03.2014

In Ihrem Artikel suggerieren Sie, dass die deutschen Wahlbeobachter des Referendums auf der Krim allesamt als Mitglieder der Partei DIE LINKE auf die Krim gefahren sind. Die Tatsache, dass Mitglieder einer politischen Partei an Wahlbeobachtungen teilnehmen, heißt nicht, dass sie in dieser Eigenschaft verreisen. Das Europäische Zentrum für Geopolitische Analyse besteht aus Menschen, die sich zivilgesellschaftlich engagieren und sich satzungsgemäß für die Prinzipien der Völkerfreundschaft, der Freiheit und Würde des Menschen, für Demokratie und Humanismus einsetzen.Sie sind keinen Flüsterern „hinter vorgehaltenen Händen“ verpflichtet.. Die Reaktion einiger Parteifunktionäre muss verwundern, da das Europäiische Zentrum nicht der verlängerte Arm irgendwelcher parteipolitischer Befindlichkeiten und taktischer Winkeltzüge ist. Daher sind die Reaktionen des Parteisprechers und Bernd Rixengers nicht nachvollziehbar und unangemessen.

Für das Europäische Zentrum für Geopolitische Analyse:

Piotr Luczak, Monika Merk
(www.geopolitik-studien.de)